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Über den Dächern von Hannover – Führung auf die Waterloosäule

Das Wetter war diesig grau und die Daunenjacke an diesem Samstagvormittag eine gute Wahl. Doch das triste Herbstwetter vermochte den Enthusiasmus der Teilnehmenden nicht zu trüben. Wann ergibt sich schon einmal die Gelegenheit, die Waterloosäule zu besteigen? Vielen war sie durch ihre prominente Lage in der Calenberger Neustadt am Rande des Zentrums zwar bekannt, aber welche Geschichte sich hinter ihr verbirgt noch neu.

In zwei Etappen wurden die 189 Stufen hinauf auf die über 200 Jahre alte Siegessäule bestiegen. Nach einer kurzen Verschnaufpause und Zeit für die obligatorischen Selfies erzählte HAZ-Redakteur von Meding, der die Begehung erst möglich gemacht hatte, im Plauderton, wie es zum Bau der Säule kam. Er war ganz erstaunt, dass Napoleon auch den Menschen in Syrien ein Begriff ist. Bei seinen Ausführungen zur Stadtgeschichte gelang es von Meding spielerisch, Bezüge zur Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden herzustellen. So sei auch Hannover vor nicht allzu langer Zeit eine stark zerstörte Stadt gewesen und habe an das heutige Aleppo erinnert. Obwohl sich bei dem trüben Wetter nicht alle Bauwerke, auf die sich von Meding bezog, genau zu erkennen waren, erfreuten sich alle an der tollen Aussicht, laut Tourführer die schönste Hannovers.

Bloß bei der Frage, wieso Victoria drei Lorbeerkränze in der Hand halte, musste auch er passen. Vielleicht einen für Großbritannien, einen für Preußen und einen für Hannover, wurde vermutet. An diesem Vormittag, das ist klar, haben auf jeden Fall alle gewonnen, und zwar eine schöne Erfahrung, um die sie sicher auch alteingesessene Hannoveraner beneiden. Weitere Ausflüge zurWaterloosäule wurden in Aussicht gestellt, dann hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein.

 

Waterloo

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